© 2003-2019 Dr. Sirko Kupper - 17.11.2019 - www.drkupper.de

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Techniken



  1. Standardimagination
  • der Patient sucht eine Situation in seiner Kindheit auf, die belastet für ihn war,
  • sagt, was er braucht,
  • der Therapeut taucht in das Bild mit ein und formuliert aus der Sicht des Anteils des gesunden Erwachsenen die Bedürfnisse und
  • drückt gegenüber dem Elternteil deutlich die fehlende Verantwortungsübernahme und fehlende Bedürfnisbefriedigung aus
  1. Brief an die Eltern und Ärger über unerfüllte Bedürfnisse ausdrücken
  • der Brief ist aber nur ein therapeutischer Brief und wird deshalb nicht abgeschickt, sondern mit dem Patienten besprochen
  1. Kognitive Umstrukturierung und Disputation
  • Widerlegen der Lebensfalle; Irrationalität beweisen
  • die maladaptiven Schemamodi mit den aktuellen Problemen und Symptomen in Verbindung bringen
  • Vorteile der Veränderung demonstrieren, z. B. dass der Zugang zu einem anderen Modus eröffnet wird
  1. Schemadialoge
  • in Zwei-Stuhl-Dialogen wird ein Dialog zwischen dem Schema und der angemessenen zielführenden Position durchgeführt
  1. Modusdialoge
  • in Zwei-, Drei- oder Vier-Stuhldialogen erhalten die unterschiedlichen Anteile einen Platz, Z.B. im Vier-Stuhl-Dialog- die verletzbare Seite, die kritisierende Elternseite, der gesunde Erwachsene und die fürsorgliche erwachsene Seite, nun kommt es zu einem Dialog mit dem Ziel, die kritisierende Seite in die Schranken zu weisen und herauszudrängen, zu begrenzen und die verletzbare Seite zur unterstützen
  1. Imaginationen konkreter Verhaltensänderungen
  • konkrete Situationen können in Vorstellungsübungen aufgesucht werden und gewünschte neue Reaktionsweisen erprobt werden
  1. "Übergangsobjekt"
  • der Therapeut gibt dem Patienten zum Beispiel einen Stein mit im Sinne eines Übergangsobjektes, um sich an die positive Therapiesituation zu erinnern und Stärke daraus in schwierigen Situationen zu ziehen, in denen die Schemata aktiviert sind, indem dieser z.B. fest umfasst wird und ein innerer Satz ins Gedächtnis gerufen wird, z.B. "ich schaffe das, ich bin nicht allein..."
  1. Schematagebuch
  • der Therapeut regt an, ein Schematagebuch zu führen, um das Auftreten der Schemata und die neuen Reaktionen gemeinsam zu überprüfen
  1. Memokarte
  • nach einer konkreten Vorlage (siehe oben pdf-Download) wir eine ausführliche Version und im zweiten Schritt eine Kurzfassung im Scheckkartenformat in der Therapiestunde verfasst, die dann im Alltag in schemaaktivierten Situationen zu Hilfe genommen werden kann, um bewusst zu machen, dass es sich nur um das bekannte Schema und seine Hintergründe handelt und um die alternative Bewältigungsreaktion bewusst zu machen
  1. Gesunde Schemaantworten vom Band zu hören oder auf Band aufzunehmen
  • zur Habituationsunterstützung und internen Konfrontation können die gesunden Schemaantworten auf Band aufgenommen werden und öfter abgehört werden
  1. Achtsame Beobachtung von Emotionen, Modes oder Schemaauslösern
  • bewusste Wahrnehmung der ablaufenden Gefühle, Modi und Schemaauslöser aus der Position des inneren Beobachters, um diese Gefühle dann vorbeiziehen zu lassen, wie Blätter auf einem Bach


Eine exemplarische Anwendung kann in den Videos nachverfolgt werden.





Weisheiten

Zitate