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Fette



Grundidee


die Omega-3-Fettsäuren (Alpha-Linolensäure, Eicosupentensäure, Docosahexaensäure; ist in Fisch, Fleisch, Leinöl, Wild) nehmen einen ganz besonderen Stellenwert ein:

  • die Membranen der Nervenzellen bestehen zu 1/5 aus ungesättigten Fettsäuren, d.h. Denken, Signaltransport funktioniert nur mit ausreichend Omega-3
  • hemmen Entzündungen
  • fördern Durchblutung
  • Zellwandschutz
  • senkt das Erkrankungsrisiko für Alzheimer um 70 %
  • Sandstrandläufer (Vögel in Kanada) essen Krill (Omega 3) 2 Wochen an Küste Kanada, dann fliegen sie als Zugvögel nach Südamerika; Omega 3 heißt also Ausdauer und Erhöhung der VOmax
  • Expertiment daraufhin: Wachteln können nicht gut fliegen, wurden aber auch mit Krill gefüttert 2 Wochen dann + 75 % VOmax


  • wichtig ist es, dass Verhältnis zwischen Omega 3- und Omega 6-Fettsäuren in Betracht zu ziehen, da die höherkettigen Omega-6-Fettsäuren funktionell als Gegenspieler der Omega-3-Fettsäuren agieren
  • im praktischen Beispiel lässt sich das leicht nachvollziehen, wenn wir uns die bei Zimmertemperatur "feste" Butter anschauen mit einem Verhältnis von 2,1:1 und im Vergleich dazu das bei Zimmertemperatur "flüssige" Albaöl mit einem Verhältnis von 1,25:1
  • beim Einbau von festen Fetten in die Zellwände werden diese den Signaltransport schon zu einem früheren Lebensalter nicht mehr ausreichend leisten können, das heißt übersetzt, wir denken nicht mehr so klar, fühlen uns nicht mehr so wach und frisch
  • die Tragik der heutigen Gesellschaft ist, dass ein Überangebot von Omega 6-Fettsäuren herrscht, z.B. durch den vermehrten Verzehr von Getreideprodukten (Weizen 14:1, Roggen 11,5:1, Soja 10,5:1 und Mais 29:1), oder von Tieren, die in Mast-Betrieben mit einer Mais-Soja-Mischung gefüttert wurden (Rinder, Schweine, Hühner, z.B. ein Ei von mit Mastfutter gefütterten Hühnern weist ein Verhältnis von 30:1 (Omega 6 : Omega 3), bei Bodenhaltung und Fütterung mit "natürlichem" Futter 2:1 (Omega 6 : Omega 3) auf)

Folgen


  • aus diesen Überlegungen resultiert also, dass wir auf zwei Versorgungslinien angewiesen sind: einerseits die Zufuhr von kurzkettigen Omega-3-Fettsäuren über Gemüse, Salat, Nüsse und bestimmte Öle wie Olivenöl, Leinöl, Albaöl, Arganöl, die dann im Körper in höherkettige Omega-3-Fettsäuren umgewandelt werden und andererseits zu Zufuhr von "fertigen" höherkettigen Omega-3-Fettsäuren über fetten Wildfisch, Wild, tierische Produkte aus artgerechter Tierhaltung (Käse, Milch, Eier, Schinken)
  • so steigt der Omega-3-Anteil bei Rindern, die auf der Weide grasen und sich von Gras ernähren rapide, unerreicht bleibt dennoch der Gehalt im Fleisch von Wild
  • das günstige Verhältnis der höherkettigen Omega-3- und höherkettigen Omega-6-Fettsäuren sollte in den Membranen der Zellen bei 2-5:1 (Omega 6:Omega 3)
  • da unsere deutsche Durchschnittskost bei einem Verhältnis von 20-25:1 (Omega 6:Omega 3) angesiedelt ist es nicht verwunderlich, dass es Insulin-Überproduktion (Diabetes), Immundepression (Krebs), Gefäßverengung (Bluthochdruck) und viele anderen Krankheitsprozesse begünstigt werden

Wünschenswert


  • nur über eine ausgewogene Ernährung im beschriebenen Verhältnis von 2-5:1 (Omega 6:Omega 3) können wir von den günstigen Auswirkungen so fundamentale vegetative Prozesse wie Blutdruck-Regulation, Blutgerinnung, Herzrhythmus, Schmerzwahrnehmung, Allergie- und Entzündungsneigung, Krebs- und Infektschutz sowie Regenerationsdynamik profitieren





Weisheiten

Zitate