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Eiweiß



Zusammensetzung und Aufgaben


(Protein, gr. proteus - an erster Stelle stehend)

  • 10-20 % der Gesamtkalorien
  • 1,2-1,6 g/kg Körpergewicht
  • Sportler 1,4-1,8 g /kg
  • bei Diät 1,8-2 g/kg
  • bei Infekten 2-2,5 g/kg
  • Idealer Bluteiweißwert= 8 g/dl
  • mangelhaft 6 g/dl
  • Das Immunsystem besteht nur aus Eiweiß (ca. 1,5 kg vom Körpergewicht)
    Muskelerhalt (Muskel= Energiebrennofen)
  • Aminosäureabbau aus den Muskeln ist notwendig für die Zellreparatur und Immunsystem
  • je mehr Muskelmasse, desto höher ist der Grundumsatz
  • hält Insulin (Hauptspeicherhormon) flach und stabil führt also zu Fettabbau
  • zum Eiweißaufbau braucht der Körper Vitamin B6 und Zink
  • !!! Eiweißabbau führt zur Bildung von Harnstoff (Abfall vom Aminosäurestoffwechsel), der über die Niere ausgeschieden wird. Um die Niere zu schonen, viel Wasser trinken!!

Tip: Von allen Hülsenfrüchten liefert Soja das wertvollste Eiweiß (siehe Tofu)

  • der Mensch zu 20 % aus Eiweiß, das sich aus 20 Bausteinen = Aminosäuren zusammensetzt
  • Essentielle Nährstoffe (47 Stk. im Organismus):
    Aminosäuren
    Fettsäuren
    Vitamine (13 Stk gibt es)
    Mineralien
    Spurenlemente
  • Eiweiß setzt sich aus 20 Aminosäuren zusammen, 9 sind essenziell(e)
  • Individueller Energieverbrauch:k ann über Stickstoffbilanz bestimmt werden: Beim Abbau von Aminosäuren fällt Stickstoff (N) an. Er wird über Haut, Harn usw. abgegeben. Nimmt man die gleiche Menge Stickstoff (über Aminosäuren) auf, wie man ausscheidet, ist die Stickstoffbilanz ausgeglichen.
  • Man hat genug Eiweiß. Richtwert 0,8-1,5 g Eiweiß /kg Körpergewicht.
  • Eiweiß erzielt den besten Sättigungseffekt. Liefert das Essen zu wenig Eiweiß, signalisiert der Körper so lange Hunger, bis seine Eiweißspeicher wieder gefüllt sind. So nimmt man bei eiweißarmer Ernährung mehr Kalorien auf, als notwendig, weil man mehr isst = Proteinhebeleffekt
  • Frau Prof. in Kopenhagen festgestellt, dass Isoleucin 6 (IL 6), Aminosäure, das Immunsystem programmiert
  • amerikan. Professorin in Nepal beobachtet die Bergbauern auf 2000 Metern Höhe ohne Atemnot schwere körperliche Arbeit, obwohl sie selbst japste; dann mit Forscherteam hin und fand, dass die dort ein höhere NO-Konzentration im Blut haben (Stickoxid) und das gleiche wie in Arginin, wie Nobelpreisträger 1998 zeigte Herr Prof. Ignarro (amerik.)
  • man kann Wachheit essen; siehe Tyrosin (siehe bei Endorphin!!)


Eiweiß und Krebs


  • Eiweiß liefert lebenswichtige Aminosäuren, die an der Bildung der Hormone, Abwehrzellen, Muskulatur und Bindegewebe beteiligt sind; sie halten den Blutdruck aufrecht und sind eine Vorstufe von Hormonen und Neurotransmittern (Botenstoffen) und damit zentral für die seelische Verfassung
  • essenzielle Aminosäuren braucht der Körper als Vorstufe für wichtige Enzyme, die Stoffwechsel- und Abwehrprozesse im Kampf gegen die Krebszellen
  • über die Glukoneogenese kann beim Abbau von Eiweiß Glukose gebildet werden, die wichtige Zellen versorgt; Blutzuckerspitzen, die Krebszellen versorgen, bleiben aus
    durch mehr Eiweiß (30%) und Fett (55%) und gleichzeitiger Kohlenhydratreduktion wird die Ketonkörperproduktion gesteigert, die stimmungsaufhellend und angstlösend wirkt
  • mit L-Carnitin (aminosäureähnlich) kann die Verbrennung von Fettsäuren in den Mitochondrien gesteigert werden und Krebszellen für Chemo- und Strahlentherapie empfindlicher machen


Übersicht zu den Aminosäuren

(e=essenziell)

Aminosäure Vorkommen Wirkung
Arginin (halbe) Nüsse, Fisch, Soja - in Verbindung mit Sauerstoff (Sport)
werden durch vermehrte Bildung
von NO (Stickstoff) Blutgefäße geweitet (Viagra)
- schützt vor Krebs
- schützt vor Infekten
- schützt vor Demenz
Zystein Ei, Hafer, Mais - wird zu Glutathion umgebaut
- schützt gegen freie Radikale
- schützt gegen Schwermetalle (Rauchen!)
Glutamin (e) Getreide, Nüsse, Fleisch, Milch, Soja - stärkt Immunsystem
- Magen, Darm positiv
- Energiequelle für Nervenzellen (Hirn)
Glycin Fisch, Fleisch, Bohnen, Milchprodukte - baut Bindegewebe auf
- erhöht die Aufmerksamkeit
- bei Mangel=Heißhunger auf Süßes und Müdigkeit
! merke Eiweiß ist ein natürlicher Appetitzügler
- kann aus Threonin und Serin gebildet werden
Histidin (e) Bananen, Fisch, Rind - wird für Hämoglobin gebraucht
- Sauerstofftransport
- positiv bei Allergien, Rheuma
Isoleucin (e) Weizenkeime, Thunfisch, Erdnüsse, Lachs, Rindfleisch
unpoliert, Kalbfleisch unpoliert, Hüttenkäse
- mentale und muskulöse Ausdauer
- führt zu Stresstoleranz
Leucin (e) Milch, Weizenkeime, Thunfisch, Erdnüsse, Lachs,
Rindfleisch unpoliert, Kalbfleisch unpoliert, Hüttenkäse
- stimuliert Eiweißsynthese=Muskelaufbau
- hält Blutzucker stabil (lernen!)
Lysin (e) Milch, Ei, Fleisch, Soja, Linsen - gegen Krebszellen
- ermöglicht Fettverbrennung
- stimuliert Virenabwehr (Herpes!)
Methionin (e) Ei, Fisch, Geflügel, Milch Vorsicht!!!
>5g hebt Homocysteinspiegel (Gefäßgift),
kann wieder mit B6 gesenkt werden und
Rückwandlung in Cystein/Methionin
- Ausgangspunkt jeglichen Eiweißaufbaus
- wichtig für Killerzellen
Phenylalanin (e) Käse, Fleisch, Fisch, Nüsse, Reis, Ei - zum Aufbau der Glückshormone Noradrenalin,
ACTH, Dopamin, Endorphin
- wirkt gegen Depressionen, Schmerzen bei Arthritis,
Rheuma, Muskelschmerzen
(schaltet Krebsgen aus!)
- steigert Gehirnleistung
- Appetitzügler

Thyrosin

1000 mg/tgl.

Sojabohnen, Emmentaler Käse, Erdnüsse, Weizenkeime,
Mandeln, Thunfisch, Rindfleischfilet, Forelle blau, Hüttenkäse
- kann sich der Körper aus Phenylalanin
und Methionin herstellen
- benötigt zur Bildung von Blutkörperchen
- notwendig für Hormondrüsen (Schilddrüse)
- steigert Gedächtnisleistung (Schule!)
- Vorstufe von Dopamin= Antidepressivum

Tryptophan (e)

2-3 g/Tag

Thunfisch, Geflügel, Milch, Bananen. (Cashewkerne)
und Erdnüsse
- zur Serotoninherstellung und Melatonin
- bei Mangel: Schlaflosigkeit, Depression
= natürliches Schlafmittel

Carnitin

3-6 g/tag

Schaf, Rind, Schwein - transportiert Fettmoleküle zur Verbrennung
in die Mitochondrien
- wichtig für Energiestoffwechsel, Fettabbau
- bremst den Verlust von Muskelmasse,
indem es den Eiweißeinbau in den Muskel fördert,
- d.h. es baut Muskeln auf und Fett ab
Threonin (e) Fisch, Fleisch, Bohnen, Milchprodukte - wichtig für Stoffwechsel von Proteinen und
Aufbau vieler Körperstoffe (B12, Isoleucin)
- Immunsystemstärkung
- Thymusdrüse (T-Lymphozyten) wird gestärkt
- Energiegewinnung bei starken sportlichen Leistungen
Valin (e) Weizenkeime, Thunfisch, Erdnüsse, Lachs, Rindfleisch
unpoliert, Kalbfleisch unpoliert, Hüttenkäse
- Muskelenergie und Stressreaktionen
- Bioynthese von Pantothensäure und Penicillin
- wichtig für Nerven- und Muskelfunktionen





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