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Barfußlaufen

Das Barfußlaufen ganz ohne Schuhe oder in Barfußschuhen, wo nur eine hauchdünne Sohle zum Schutz gegen Steine und andere Fremdmaterialien den Fuß vom Boen trennt, kann auf dem Rasen oder weichem Waldboen durchgeführt werden. Ein Fußballplatzrasen ist mit Sicherheit in jeder Region verfügbar. Die <a href=index.php?seite=krafttraining">Fußmuskelübungen</a> aus dem Trainingsprogramm ebenso, wie die Übungen zum Lauf-ABC sollten genau auf diesen Untergründen durchgeführt werden. Damit ist schon einmal angesprochen, dass also die Fußmuskulatur gekräftigt wird. Zudem wird der Laufstil positiv beeinflusst. Legenden für den Vorfußlauf sind ebenfalls weithin bekannt. So zum Beispiel Craig Alexander, der 2008 beim Ironman in Hawai den Rückstand von Radfahren auf der Laufstrecke mit den Newtin-Running-Schuhe, die den Fuß förmlich auf den Vorfuß ziehen, in 2 Stunden und 45 Minuten wettgemacht hat oder der Ultramarathonläufer Danny Dryer und nicht zuletzt Dr. Nicholas Romanow, die sein Buch "The pose method" veröffentlichte. Experten weisen in Studien nach, dass durch den Vorfußlauf die Belastung der Gelenke, Sehnen und Muskeln reduziert wird (z. B. Drummond, persönl. Gespräch, 2011; Divert et al., 2005; Squadrone & Galozzi, 2009; Lieberman et al., 2010). Lieberman et al. (2010) konnten zeigen, dass Barfußläufer alle Arten von Auftreten benützen, aber vor allem den Vorderfuß-Auftritt, sogar wenn sie Bergablaufen. Dies führt zu geringeren Verltzungsraten. Im Gegensatz dazu konnte in mehreren Studien gezeigt werden, dass die Ferse die Aufprallkräfte nicht angemessen abfangen kann (z.B. Ker et al., 1995; Chi and Schmitt, 2005).

Lieberman et al. (2010) konnten folgende Vorteile des Barfußlaufens aus ihren Untersuchungsergebnissen ableiten (Quelle: http://www.barefootrunning.fas.harvard.edu/index.html):

  • Es stärkt die Muskulatur des Fußes, insbesondere im Fußgewölbe. Ein gesunder Fuß ist ein starker Fuß, ein Fuß der weniger proniert und der weniger anfällig dafür ist ein kollabiertes Fußgewölbe zu entwickeln.
  • Es mag weniger Energie verbrauchen mit dem Vorderfuß aufzutreten, weil die natürlichen Resourcen im Fuß und im Fußschenkel mehr dazu benutzt werden Energie zu speichern und freizusetzen. Barfußlaufen oder in Minimal Footwear ( normalerweise leichter als traditionelle Laufschuhe) bedeutet, dass bei jedem Schritt weniger Masse am Ende des Beines eines Läufers beschleunigt werden muss. Barfußlaufen hat gezeigt dass dafür 5 % weniger Energie benötigt wird, wie beim Laufen mit Schuhen. (Divert et al., 2005; Squadrone and Gallozzi, 2009).
  • Barfußlaufen fühlt sich großartig an ! Im Fuß gibt es viele sensorische Nerven.
  • und da minimale Kräfte beim Auftreten wirken kann es sehr komfortabel sein, vorausgesetzt es wird Callus ( Hornhaut) am Fuß aufgebaut.

Ein weiteres amerikanisches Forscherteam um Geoffrey Keenan (2010, The Journal of Injury, Function and Rehabilitation) von der University of Virginia in Charlottesville konnten nachweisen, dass durch as Bafußlaufen die Kniee bis zu 38 % entlastet wurden. Die Hüfte sogar um 54 Prozent. Sie untersuchten 68 gesunde Sportler auf dem Laufband, mit Schuhen und barfuß. Alle Testteilnehmer nutzten den gleichen Schuh, ein als neutral eingestuftes Modell der Firma Brooks. Die Sportler wurden außerdem mit Reflektoren ausgerüstet. Eine Hochgeschwindigkeitskamera erfasste die Bewegungen, um später die dabei auftretenden Kräfte berechnen zu können.

Die natürliche Auftrittsform beim unwillkürlichen Barfußlaufen ist der Vorfußlauf. Der Fuß landet auf der Außenkante in Höhe des Kleinzehen-Grundgelen und stützt sich im nächsten Teilschritt auf der gesamten Fußsohle (nicht nur auf dem Vorfuß, wie beim Sprinter) ab. Dies ist also die ursprünglichste Lauftechnik (siehe Wessinghage, 2009).

 

 





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